Schnittmuster

Kleider machen Leute, heißt es immer so schön und auf die richtige Kleidung will achtgegeben werden. Für einige Menschen ist es schwierig die geeignete Kleidung in Geschäften zu finden und oft sind spezielle Muster und Schnitte auch einfach zu teuer. Hier sitzt etwas nicht, dieses Detail hätte man gerne etwas anders und für jenes Kleidungsstück hätte man selbst einen anderen Stoff gewählt. Warum also nicht gleich selber machen? Mit dem richtigen Schnittmuster kein Problem.

Die Geschichte des Schnittmusters

Wer selber nähen möchte, sieht sich zu Beginn vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt. Einfach drauf los nähen kann man nicht, denn dann passt es hinten und vorne nicht. Und oft hat man zwar selber viele tolle Ideen, doch bei der Umsetzung hapert es dann doch. Wie also näht man selbst ein Kleidungsstück? Diese Frage wird sich auch Ebenezer Butterick gestellt haben. Der US-amerikanische Unternehmer hatte daraufhin einen Geistesblitz, der auch heute noch seinen Erfolg feiert. So entwickelte Butterick im 19. Jahrhundert das Schnittmuster und ermöglichte somit jeder Frau den Traum vom selbst genähten Kleidungsstück. Diese Schnittmuster waren anschließend in zahlreichen Modezeitschriften erhältlich und machten es beinahe zur Leichtigkeit, Kleidung selbst zu schneidern. In Deutschland gab es bereits im 18. Jahrhundert Modezeitschriften mit Anleitungen und Schnittzeichnungen, jedoch waren diese längst nicht so effizient einsetzbar wie die später folgenden Schnittmuster aus den USA. Diese gelangten in der Nachkriegszeit nach Deutschland.

Wie funktioniert ein Schnittmuster?

Schnittmuster von Schnittmusterbögen muss man vor Gebrauch abpausen

Schnittmuster von Schnittmusterbögen muss man vor Gebrauch abpausen

Bei einem Schnittmuster handelt es sich konkret um Papiervorlagen der einzelnen Schnittteile, die dabei helfen, Stoffe richtig zuzuschneiden. Sie sind meist in verschiedenen Größen erhältlich und zeigen in zweidimensionaler Form das später dreidimensionale Kleidungsstück. Es gibt die Unterscheidung zwischen Fertig- bzw. Einzelschnitten und Schnittmusterbögen. Bei den Einzelschnitten handelt es sich um Schnittmuster, bei denen sämtliche Einzelteile auf einem Bogen nebeneinander angeordnet sind. Meist direkt in unterschiedlichen Größen, sodass sie in jeder Größe ausgeschnitten werden können. In der Regel bestehen solche Schnittmuster aus einem Schnittbogen, einer Nähanleitung und einem Modellbild. Auch Zeichnungen und Schritt-für-Schritt-Erklärungen vereinfachen dabei das Vorgehen. Bei Schnittmusterbögen hingegen sind alle Schnittmuster eines Heftes auf einem Bogen enthalten, weshalb dieser beidseitig bedruckt ist. Da man so die Muster nicht mehr einfach ausschneiden kann, muss man sie in der richtigen Größe, etwa mithilfe von Kopierpapier, abpausen. Arbeitet man mit einem Schnittmuster, so legt man die ausgeschnittenen Teile möglichst eng aneinander auf den zu verwendenden Stoff und heftet sie am besten mit Stecknadeln daran fest. Anschließend schneidet man auch die Stoffteile etwas großzügiger aus und geht dann nach Anleitung vor, um die Einzelteile zu verbinden. Schnittmuster findet man dabei entweder in speziellen Modezeitschriften oder aber im Internet. Gerade dort ist die Auswahl riesengroß, weshalb wohl jeder finden dürfte, wonach er sucht. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand, denn man trägt schließlich selbst gemachte Haute Couture, die man wahlweise individuell mit selbst gesetzten Akzenten gestalten kann.

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